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Videos von der Raspberry Pi Kamera abspielen

Die Raspberry Pi Kamera mit einer "dritten Hand" als Stativ

Die Raspberry Pi Kamera mit einer „dritten Hand“ als Stativ

Wie man mit der Raspberry Pi Kamera Fotos und Videos aufnimmt, haben schon viele Internetseiten veröffentlicht. Man braucht nur die Originaldokumentation zu kopieren oder zu übersetzen. Kaum jemand lässt sich darüber aus, wie man diese Videos, die im H.264-Format aufgezeichnet werden, ohne sie zu konvertieren, wieder auf dem Raspberry Pi abspielt.

Der einfachste Weg ist, das bei Raspbian mitgelieferte Kommandozeilentool omxplayer zu verwenden:

omxplayer video.h264

TBOPlayer – graphische Oberfläche für den OMXPlayer

Kommandozeilentools sind nicht jedermanns Sache. Der TBOPlayer von KenT2 ist eine in Python programmierte graphische Oberfläche, die den OMXPlayer zu einem Media Player macht, wie man ihn von anderen Computerplattformen kennt. Der TBOPlayer ist nicht über das Raspbian-Repository verfügbar, sondern muss manuell installiert werden. Stellen Sie dazu zunächst sicher, dass Sie die aktuelle Version des OMXPlayer und der verwendeten Python-Bibliotheken haben.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Weiterhin wird die Bibliothek pexpect benötigt, mit der sich Automatisierungsaufgaben in Python einfach erledigen lassen. Diese liegt nicht als fertiges Installationspaket vor, sondern muss heruntergeladen, entpackt und dann per Script installiert werden.

Stellen Sie sicher, dass Sie sich im LXTerminal-Fenster im Home-Verzeichnis des angemeldeten Benutzers pi befinden. Wenn nicht, springen Sie dort hin:

cd

Holen Sie sich das nur 150 kB große Archiv aus dem Sourceforge-Projekt des Entwicklers:

wget http://pexpect.sourceforge.net/pexpect-2.3.tar.gz

Entpacken Sie dieses Archiv:

tar xzf pexpect-2.3.tar.gz

Dabei wird automatisch ein Verzeichnis pexpect-2.3 angelegt. Wechseln Sie in dieses Verzeichnis:

cd pexpect-2.3

Starten Sie dort mit Root-Rechten das Installationsscript:

sudo python ./setup.py install

Und wechseln Sie wieder in das Home-Verzeichnis:

cd

Holen Sie sich jetzt das eigentliche Python-Programm TBOPlayer. Ich habe auf der Grundlage des Originalprogramms von KenT2 eine deutschsprachige Version erstellt, bei der die Buttons in einer Spalte links außen anstatt in einer Zeile am oberen Fensterrand liegen. Das hat den Vorteil, dass sie sichtbar und benutzbar bleiben, wenn ein Video der Raspberry Pi Kamera (Seitenverhältnis 4:3) im Vollbildmodus auf einem HDMI-Monitor mit Seitenverhältnis 16:9 läuft.

TBOPlayer und Video im Vollbildmodus

TBOPlayer und Video im Vollbildmodus

Laden Sie das Pythonscript hier herunter (rechte Maustaste -> Ziel speichern unter) und speichern es im Verzeichnis:

 /home/pi/tboplayer

http://www.softwarehandbuch.de/download/tboplayer_de.py

Zusätzlich gibt es noch ein Desktopsymbol, um den TBOPlayer ohne Kommandozeile direkt per Mausklick zu starten (auch hier: rechte Maustaste -> Ziel speichern unter):

http://www.softwarehandbuch.de/download/tboplayer.desktop

Diese Datei muss ins Verzeichnis:

/home/pi/Desktop
Audioeinstellungen im TBOPlayer

Audioeinstellungen im TBOPlayer

Der TBOPlayer öffnet ein Fenster am linken Bildschirmrand, in dem man eine Wiedergabeliste  mit H.264-Videos anlegen kann. Diese werden dann im Vollbildmodus über den OMXPlayer abgespielt.

Audioeinstellung auf dem Raspberry Pi

Über den Menüpunkt Optionen/Einstellungen lässt sich unter anderem die Audioausgabe festlegen. Der Raspberry Pi verfügt über zwei Audioausgabekanäle, HDMI und 3,5mm Klinkenstecker. PC-Monitore mit DVI-Eingang, an dem sich über einen Adapter ein HDMI-Kabel anschließen lässt, verarbeiten meist nur das Video-Signal, nicht aber das Audio-Signal. In diesem Fall müssen externe Lautsprecher angeschlossen und die Audioausgabe manuell auf Analog umgeschaltet werden. Andernfalls würde die Automatik das Audio-Signal über den HDMI-Anschluss ausgeben und auf dem Monitor wäre in den meisten Fällen nichts zu hören.




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